Co-ttbus, Co-working, Co-living – Städtebaulicher und architektonischer Entwurf im Ostrower Gebiet

Jahr: 2018

Projektart: städtebaulicher und architektonischer Entwurf

Beteiligte: Kirill Maikhopar

Leistungen: Analyse, Planung, Grafische Gestaltung

Zunächst wurden die aktuellen Potenziale und Defizite des Plangebietes analysiert, anhand derer Entwicklungsziele festgelegt und Strategien zu deren Erreichung erarbeitet wurden.

Der Leere und dem Mangel an räumlicher Qualität wurden in einem Entwurf Abhilfe geschaffen, der mithilfe einer dichten Bebauung eine spannende Abfolge städtischer Räume kreiert. Durch dominante Gebäudekanten ist der öffentliche Raum klar definiert. Dies gilt insbesondere für den Bereich entlang der Franz-Mehring Straße, welche sich Richtung Ostrower auf zwei Fahrspuren verjüngt. Optisch knüpft der öffentliche Raum durch gepflasterten Bodenbelag an die städtischen Räume der Altstadt an.

Die heterogene Bebauung im Gebiet wurde im Entwurf reduziert, um eine räumlich-ästhetische Klarheit zu schaffen. Die Anwendung der Blockstruktur schafft auf der einen Seite halböffentliche Flächen für die Bewohner und auf der anderen Seite eine geschlossene Kante, die einen klar definierten Straßenraum bildet. Zwei Brücken dienen als Fußgängerverbindungen zwischen dem Quartier und seinem Umfeld.

Ein wichtiges Ziel des Entwurfs ist es, das Gebiet, welches aktuell als Übergangszone zu beschreiben ist, in ein Zielquartier zu verwandeln. Es galt eine bauliche Grundlage für Identifikation der Bewohner zu schaffen, welche die Prozesse der räumlichen Aneignung in Gang setzen kann. Bezogen auf die Nutzungen ist eine Mischung aus Arbeiten und Wohnen entstanden, auch im Sinne des Co-Workings und Co-Livings. Die Gebäude weisen dementsprechend eine vertikale Mischnutzung auf, indem sie Wohn- und Gewerbeflächen beinhalten. Letztere ausformuliert als Open-Work-Spaces, Verkaufs- und konventionelle Büroräume. Hieraus resultiert eine Nutzung über alle Tagesphasen. Das Quartier und die Straßenräume werden belebt.